Willkommen auf der AICES Fan Page!


Ich bin Ralph Haberkern, einer der Gründungsmitglieder der Graduiertenschule AICES,

und dies ist meine private Aices-bezogene Website.


AICES ist eine internationale Graduierenschule der RWTH. Sie wurde im September 2006 gegründet, und ist drittes Standbein der Exzellenzinitiative der RWTH Aachen.


Vorrangiges Ziel der Graduierenschule ist es, begabten internationalen Studenten über ein Stipendienprogramm die Möglichkeit zu geben, in Deutschland zu promovieren.

Ebenso sollen aufstrebenden Jungforschern, insbesondere Rückkehrer nach Auslandsaufenthalten oder internationalen Jungforschern die Möglichkeit eröffnet werden, eine eigene Jungforschergruppe aufzubauen und so Ihren Weg zur Dissertation zu finden.


Ich selbst war von erster Stunde an - mit etwas Glück – im Lenkungsausschuss der neu gegründeten Graduiertenschule, und habe sie zusammen mit Prof. Marek Behr, Prof. Dahmen, Prof. Marquardt und anderen mit aufgebaut. Ich habe die erste Doktorandin Zohreh Ebrahimi geführt, den Grossrechner von AICES wesentlich mit angeschafft, die ersten Experimentalgelder bewilligt, Satzungen gesichtet, Texte verfasst, Vorträge gehalten, Stellenausschreibungen in Bewerberportale eingestellt, Bewerbungen auf Stipendien gesichtet, Kandidaten für Promotionsstipendien interviewt, Jungforschergruppenleiterbewerber bewertet und mit ausgewählt, einen Fernsehauftritt für WDR mit vorbereitet, wo auch meine Doktorandin interviewt wurde, und, und, und.

Ich habe meine Doktorandin erfolgreich durch ihre erste Projektphase begleitet, und habe sie dann wegen Arbeitsplatzwechsel an einen Kollegen weitergegeben.


Wie ist das, als Postdoktorand an einem Institut an einer Graduiertenschule als Jungforscher und Jungforschungsgruppenleiter zu arbeiten?


Nun, man hat neben seinen Institutspflichten zusätzlich die Aufgaben in der Graduiertenschule zu erfüllen. Es ist eine dankbare Arbeit, die ausgesprochen representativ ist – schließlich wurde die RWTH ja auch unter anderem dadurch zur Exzellenz-Universität – und viel Spass macht, da etwas neues und atemberaubendes aufgebaut wird: Eben ein ganzes Institut, bestehend aus einer jungen Graduiertenschule mit interessanten Menschen und Themen und neuen Freunden.


Allerdings ist man weiterhin Mitarbeiter des eigenen Fachbereichs, des eigenen Instituts. So ist man eben kein Stipendiat, sondern ist den Schranken und Begrenzungen eines normal DFG geförderten Projektmitarbeiters an der Universität unterworfen. Bei aller Fairness, ich habe zum Teil TVL14 oder gar W2 Positionen mit 5 Jahresverträgen eingestellt, und hatte selbst nur TVL13, und wegen Ablauf des eigenen Projektes habe ich mich auf einer Dreimonatsverlängerung durchgeschlagen, bevor ich eine Industriestelle fand, die aber nicht einmal 10 Monate hielt. So habe ich AICES Ende februar 2008 verlassen und bin in die Industrie gewechselt. Dort habe ich eine Firma, die SLCR Lasertechnik, auf VB2008 umgestellt, meine Arbeit im Bereich Machine Vision wurde sogar patentiert, aber ich wurde nicht daran beteiligt sondern nach guter alter hf Mentalität als jüngster Mitarbeiter zum Jahreswechsel 2008/9 mitten in die Maschinebaukrise in die Arbeitslosigkeit entlassen.


Nun stehe ich also hier. Einen Monat vor Harz VI, und frage mich, wie es mit der Wissenschaft weitergehen soll.

Ach ja... Meine Frau hat sich zudem noch eine Woche vor der Kinderwunschklinik Pan Köln mit einem „Jetzt hat er mich“ getrennt. Ich bin inzwischen vollständig P L E I T E, und Zwangsvollstreckung droht.


Kurzum, ich möchte jedem hier Mut machen, in die Wissenschaft zu gehen.

Man kann viel dazulernen.


Hättet Ihr gewusst, daß in 100 Gramm Butter 150 mikrogramm Progesteron enthalten sind? Das ist ebensoviel, wie in einer Antibabypille enthalten ist. Und in Milch sind noch mindestens 5 weitere ähnlich wirkende Hormone enthalten, von denen ganz zu schweigen. Wir haben seit den siebziger Jahren eine Geburtenrate in Deutschland von etwa 1.1-1.4, man erinnere sich an die Bekanntgebungen. Da Zuwanderergruppen höhere Geburtenraten haben, heißt das für uns etwa eine Geburtenrate von 0.7, oder von drei Paaren bekommen 2 in der Regel 1 Kind, eins bleibt kinderlos. Oder mit anderen Worten, 2/3 der Bevölkerung einer generation in Deutschland kommt durch Zustrom von Aussen.


Ich wünsche Euch allen dort draussen Viel Glück und ein Gutes und gesegnetes Jahr 2010.


Ralph Haberkern


Wider dem Vergessen

Damit die Leere nicht den Tod verursacht.


Seite AICES.DE. Ralph Haberkern, 28.12.2009.